Pfad der Mönche von Chiang Mai zum Tempel Doi Suthep wandern

Pfad der Mönche von Chiang Mai zum Tempel Doi Suthep wandern

Den Pfad der Mönche von Chiang Mai zum Tempel Doi Suthep hoch wandern

Gestern bin ich den Pfad der Mönche von Chiang Mai zum Tempel Doi Suthep hoch gewandert.
Von unten ist der golden glitzernde Tempel gut zu sehen, er thront regelrecht über der Stadt. Der Tempel „Wat Phra That Doi Suthep“ ist ziemlich groß und weithin bekannt, weswegen er auch eine der größten Touristenattraktionen in Chiang Mai ist. Die meisten Menschen fahren mit Bussen, Taxis, Autos und Motorrädern die gewundene Straße den steilen Berg hinauf. Schon als ich in Chiang Mai angekommen war habe ich mit dem Gedanken gespielt, den Berg hoch zu wandern.
Bei meinem zweiten Versuch, habe ich es gestern tatsächlich geschafft.

Pfad der Mönche – von Chiang Mai zum Tempel Doi Suthep

Durch diverse andere Reise- und Wanderblogs bin ich auf den Pfad der Mönche aufmerksam geworden. Dies ist der einzige richtige Wanderweg dort hoch, wenn man nicht die ganze Zeit an der viel befahrenen Straße entlang laufen möchte. Der Pfad führt von der Stadt bei der Straße „Suthep Road“ ganz am Ende ab, da wo der Hintereingang des Zoos ist entlang. Dann kommt man bald zu dem Eingang von dem Nationalpark Doi Suthep. Der Weg führt dann über Stock und Stein, hoch und runter, aber ist noch ganz gut zu bewältigen. Nach etwa einer Stunde kommt man zu einem wunderschönen Tempel mitten im Urwald.

Dieser heißt „Wat Pha Dat“ und ist an einem Wasserfall gelegen.
Von da führt der Pfad der Mönche ein Stück weiter durch den Wald bis man zu der Straße kommt, die den Verkehr den Berg hoch führt. Ein Stück muss man hier an der Straße entlang laufen, um dann die Straßenseite zu wechseln und auf der anderen Seite weiter dem Pfad der Mönche zu folgen. Man sollte hier den Stromkabeln folgen, die mehr oder weniger parallel zu dem Pfad den Berg hoch führen. Dieser Abschnitt ist um einiges schwieriger, als der zum Urwaldtempel. Er ist um einiges steiler und man muss sehr gut aufpassen wo man hintritt. In den Weg gehauene Stufen und natürliche Stufen durch Wurzeln helfen etwas den Weg zu bewältigen.

Mein erster Versuch

Letzten Freitag habe ich den ersten Versuch unternommen, den Berg hoch zu laufen und bin nur etwa bis zu Hälfte gekommen.
Ich bin von meiner Unterkunft in der Altstadt von Chiang Mai losgelaufen. Meine Annahme war das der Weg in der Stadt bis zum Fuß des Berges nicht so weit wäre. Am Ende war ich mehr als eine Stunde nur in der Stadt unterwegs. Die Straße, welche zu dem Pfad der Mönche führt, geht an der Universität von Chiang Mai entlang und sie ist am Anfang eine mehrspurige, viel befahrene Straße. Viele Läden und Cafés, Restaurants und Straßenständen säumen den Straßenrand.

Es ist aber nicht dieselbe Straße die den Berg zum Tempel Doi Suthep hoch führt. Wenn man also die Menschen fragt, ob es hier den Berg hoch geht, werden die meisten einem sagen, das man umkehren muss. Die Thais laufen nicht viel und die wenigsten kennen den Pfad der Mönche.

In den Nationalpark Doi Suthep

Wenn man an dem Ende der Straße angekommen gibt, gibt es eine kleinere Straße die eher links führt und eine noch kleinere die nach rechts führt. Hier muss man die nach rechts nehmen. Es gibt auch ein Schild wo „Nature Trail“ draufsteht und in die Richtung weist.
An der nächsten Weggabelung, wo ein paar Hütten stehen, muss man links die Straße hoch. Dieser asphaltierten Straße muss man ein ganzes Stück folgen, bis man zu dem Eingang von dem Nationalpark kommt.

Dort ist dann zur linken ein kleines Haus, wo man aus Sicherheitsgründen seinen Namen in eine Liste eintragen kann, so das die Nationalparkwächter wissen, wer und wieviele dort unterwegs sind. Dann kann man ein Stückchen weiter gehen und findet den Start des Pfades der Mönche, der von zwei grünen Schildern angezeigt wird und von den orangenfarbenen Stoffstücken, die um Bäume gebunden sind, um den Weg zu weisen.

Der Weg bis zum Urwaldtempel

Am Freitag war ich relativ spät losgelaufen und habe den Weg bis zum Start des Pfades unterschätzt. Da stand ich nun am Anfang von dem Pfad der Mönche und es war schon Mittag. Schon auf dem Weg dort hin stand die Sonne hoch und es war sicher schon an den 30 °C dran.
Gut das ich genug Wasser mitgenommen hatte.
Also los auf dem Pfad. Hauptsächlich wird der Pfad wirklich von den Mönchen genutzt, die von Chiang Mai zu den Tempeln, oder von einem Tempel zum anderen laufen. Vereinzelt sind auch andere Wanderer dort unterwegs, aber die meiste Zeit ist man alleine.

Der Beginn des Nationalparks besteht aus einem Trockenwald, die Bäume stehen recht weit auseinander, so das die Sonne fast ungehindert durchscheinen konnte und der Pfad bestand aus trockenem Gestein. Dadurch wurde der Weg am Freitag sehr mühsam für mich. Auf einem der Schilder am Eingang hatte ja sogar gestanden, das man nicht während der Mittagshitze dort wandern sollte.
Nach einer Weile kommt dann ein spürbarer Übergang von dem Trockenwald in Regenwald. Die Bäume fangen an dichter zu stehen und größer zu werden. Der Boden wird lehmiger, ein Bachlauf taucht auf einer Seite des Weges auf, wodurch das wandern um einiges leichter fällt.

Der Urwaldtempel – Wat Pha Dat

Nach einiger Zeit kommt man eine Abzweigung, durch die orangenen Stoffstück sind beide Wege markiert. Einer führt weiter nach links oben, der andere nach rechts unten. Ich folgte dem Weg nach rechts unten, denn dieser führte mich zu dem Tempel im Urwald, genannt Wat Pha Dat.

Wat Pha Dat
Wat Pha Dat

Dies ist einer der schönsten Tempel die ich gesehen habe, wirklich mitten im Urwald gelegen, an einem kleinen Wasserfall. Die Tempelanlage ist recht groß, viele der Teile scheinen sehr alt zu sein. Er wird aber noch von den Mönchen aktiv genutzt und es gibt auch einige modernere Gebäude.

Als ich dort ankam war es schon nach 1 Uhr und ich entschied mich an diesem Tag nicht weiter hoch zu wandern, sondern den Urwaldtempel zu erkunden und mich dort etwas auszuruhen. Auch deswegen, weil ich am Vormittag wohl was falsches gegessen hatte und es mir nicht so gut ging. Vielleicht habe ich auch zuviel Sonne abbekommen. Jedenfalls bin ich ein paar Stunden dort geblieben und bin dann wieder den Weg zurück gelaufen und durch Chiang Mai zu meinem Hostel.

Mein zweiter Versuch

Am Montag, also gestern, bin ich zusammen mit einer Französin die ich hier kennengelernt habe, zu meinem zweiten Versuch, den Berg zu bezwingen losgezogen. Diesmal etwas schlauer, sind wir schon um halb 8 von dem Hostel los gekommen. Gegen 9 Uhr waren wir am Anfang von dem Pfad der Mönche. Bei dem Urwaldtempel war dieses mal ein Dreh für einen Kinofilm, so das wir dort nicht lange blieben.

Gegen halb 11 sind wir von Wat Pha Dat los gelaufen, um nach Doi Suthep hinauf zu kommen. Wir sind zu der Straße, die den Berg hinauf führt gekommen und an dieser entlang gelaufen. Keiner von uns bemerkte den Mönchspfad zu unserer rechten, und so liefen wir noch eine weitere Stunde an der Straße entlang, auf der Suche nach eben diesem. Der Pfad war auf der rechten Seite der Straße auch sehr schlecht markiert, es gab zwar einen orangenen Stoffrest, der war aber von Moos und Grünzeug so überwachsen, das man schon genau wissen musste wo man hingucken muss.

Die Suche nach dem Pfad der Mönche

Wir liefen an der Straße entlang, bis wir zu einem Rastplatz kamen. Dort gingen wir etwas frustiert in ein Café, da wir schon vermuteten, das wir vorbei gelaufen sein müssen. Die Verkäuferin dort konnte uns das uch bestätigen. Also blieben jetzt zwei Möglichkeiten, entweder weiter an der Straße entlang, die auch zum Tempel hoch führt, allerdings über einen riesigen Umweg und mit keinem Gehweg und gefährlichen, uneinsehbaren Kurven oder zurück zu laufen versuchen den Mönchspfad doch noch zu finden.

Immerhin konnte die Verkäuferin uns sagen, das der Pfad an einem kleinen Wasserfall weiter geht und an einem solchen waren wir ja vorbei gelaufen.
Die Französin hatte dann leider keine Lust mehr weiter hoch zu wandern und so verließ sie mich hier. Denn ich entschied, das ich so dicht an meinem Ziel nicht aufgeben wollte. Ich ging dann mit ihr zusammen das Stück die Straße wieder hinunter und fand den Wasserfall wieder.

Einmal in den Urwald hinein

Da die Verkäuferin gesagt hatte am Wasserfall und ich sah das es direkt neben dem Wasserfall eine Möglichkeit gab hoch zu klettern, was offensichtlich schon von mehreren Menschen vorher getan wurde, nahm ich an das dies nun der richtige Weg ist. Durch die warmen Temperaturen, war es auch eher angenehm, wenn einem das Wasser vom Bach in die Schuhe geschwappt ist. Oben angekommen konnte man ganz gut in einem Bachbett, zwischen trockenen Steinen gelegen und manchmal mit einem dünnen Pfad am Rand entlang, ganz gut weitergehen.

Es war schöne Natur rundherum, ein richtiger Urwald eben. Ich bin bestimmt eine Stunde, wenn nicht länger diesem Weg gefolgt. Mir hätte komisch vorkommen können das hier nirgends orangene Stoffstreifen zu sehen waren. Der Pfad wurde mehr und mehr eher zu einem Wildwechsel, schwieriger zu begehen, mit Dorngestrüpp und umgefallenen Bäumen im Weg und sehr glitschigen Steinen im Bachbett. Aber ich hab mich tapfer weitergekämpft, bis ich dann unten vor einem ziemlich steilen Abhang stand, den ich unmöglich hätte hochklettern können.

Und wieder zurück

Da dämmerte es mir, das ich hier nicht richtig bin und auch nicht von hier aus auf den Mönchspfad kommen könnte, denn der wäre wenn dann oberhalb des Abhanges.
Also musste ich mühselig wieder zurück durchs Unterholz. Als ich ein Stück zurück war, kam mir ein italienisches oder spanisches Paar entgegen, die nicht auf mich hören wollten und auch erst mal in die Sackgasse hinein gerannt sind.
Nach einer halben Stunde, die ich mit Ausruhen auf einem der Steine im Bachbett verbrachte, waren sie dann auch wieder auf dem Weg zurück.

Ich bereue überhaupt nicht das ich da falsch gelaufen bin, denn von der Natur her war es wirklich schön dort, aber wie gesagt, auch sehr sehr anstregend, sich da durch zu kämpfen.
Am Ende musste ich wieder alles zurück laufen, am Wasserfall runter klettern. Nur ein paar Meter an der Straße runter, war dann wirklich der Pfad der Mönche!!!

Den Berg Suthep hoch

Der Abschnitt des Pfades der Mönche von der Straße bis zum Doi Suthep Tempel hoch ist um einiges steiler, als der vorherige. Von meinen Abwegen davor schon etwas ausgepowert, war es wirklich nicht leicht da hoch zu gehen. Es geht eigentlich die ganze Zeit einfach nur steil bergauf, mit kaum Möglichkeiten von dem schmalen Weg abzukommen, um mal eine Pause zu machen.
Der Weg erfordert gute Trittfestigkeit, denn ein Fehltritt würde dazu führen, das man den ganzen Berg wieder runterkullert.

Stufe für Stufe, Schritt für Schritt, kämpft man sich hinauf, die Wurzeln der Bäume als Griffe nutzend. Es wird wieder trockener, je weiter man nach oben kommt. Zur linken unter mir, konnte ich das Tal mit dem Bachbett sehen, durch das ich mich zuvor gekämpft hatte.
Stromkabel führen parallel dem Weg entlang, doch die Masten sind schlecht gewartet und die dick isolierten Kabel hängen zuweilen bis dicht über den Weg oder gar auf den Boden durch.

Endlich oben

Gegen 15:30 Uhr bin ich endlich oben angekommen. Der Pfad der Mönche hört etwas vor dem Dorf um den Tempel herum auf und man muss das letzte kleine Stück wieder an der Straße entlang laufen.
Im Dorf selbst gibt es dann aber wieder Gehwege. Unzählige kleine Läden und Geschäfte aller Art säumen die letzten paar hundert Meter zu dem Eingang zum Tempel. Hier sieht man auch wieder die zahlreichen Touristenbusse, roten Busse, Taxis, Autos, Motorräder, Roller, usw. Das Geschäft um die Touristen boomt hier. Ein Teil der Menschen hier stammt auch von den Bergvölkern, die hier in den Bergen leben und von diesen hier Waren anbieten. Einige der Bergvölker Thailands haben noch ihre eigene Sprache und Kultur erhalten.

Wat Doi Suthep

Endlich stand ich dann vor dem Eingang des Tempels auf dem Berg. Und wollt ihr wissen was daran das besondere ist?
Der Eingang zu dem Tempel besteht aus einer riesigen Treppe mit ca. 200 Stufen.
Das Geländer der Treppe bilden zwei riesige Schlangendrachen. Dies sind oft die Wächter des Tempelanlagen und man findet sie an vielen Tempeleingängen, die Geländer der Treppen bilden, nur das sie meist nicht so riesig sind wie hier.
Auch haben sie normalerweise keine 7 Köpfe, wie in diesem Fall.

Die letzten 200 Stufen zum Tempel hoch, zwischen den beiden riesigen Schlangenleibern, war dann nochmal anstrengend, nach der langen Wanderung. Hier war ich auch nicht mehr alleine, denn es gibt keinen anderen Weg zum eigentlichen Tempel, alle Touristen müssen diese Treppe gehen. Dementsprechend voll ist die Treppe mit Leuten. Als ich dann ganz oben war und vor den Toren des Wat Doi Suthep stand war ich schon ein bisschen stolz auf mich.

Runter gings mit dem roten Bus

Nach ein paar Fotos überlegte ich, ob ich wieder hinunter laufen könnte. Aber es wird hier früh dunkel und ich wollte nicht riskieren, den Pfad der Mönche im dunkeln laufen zu müssen, dafür wäre er mit doch zu steil und gefährlich. Also ruhte ich mich noch etwas aus, um mir dann einen roten Bus zu suchen.Auf thailändisch heißen diese Busse Songthaew.

Eigentlich sind es eher rote Pick-Up Trucks, deren Transportfläche als Kabine für Passagiere umgebaut ist und man kann wie bei einem Taxi sagen wo man rausgelassen werden möchte. Allerdings warten die Fahrer immer bis der Bus voll ist, vorher fahren sie nicht ab. Ich habe mich für 40 Baht den Berg hinunter fahren lassen, bis zu Universität.
Von da bin ich noch zurück gelaufen zu meiner Unterkunft, noch etwas mehr als eine Stunde durch Chiang Mai.


Ich freue mich wirklich das ich da hoch gewandert bin und das ich trotz dem, das ich zwei mal vom Weg abgekommen bin durchgehalten habe und schließlich den gesamten Pfad der Mönche gelaufen bin.

MfG aus Chiang Mai, Thailand
Eure Shi

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4 Gedanken zu „Pfad der Mönche von Chiang Mai zum Tempel Doi Suthep wandern

  1. Hey Abenteurerin, Glückwunsch, dass du diese anstrengende Tour geschafft hast. Es hat sich bestimmt gelohnt die Eindrücke, Natur und die Tempel bewundern zu dürfen. Was machen die Besucher in den Tempeln außer beten? Werden Blumen, Geschenke, Kerzen mitgebracht oder Räucherstäbchen angezündet? Gruß aus Gelnhausen

    1. Bin auch sehr froh das ich es geschafft habe.
      Und du liegst richtig, die thailändischen Besucher bringen orangefarbene Blumen, Kerzen, kleine Buddhafiguren und Girlanden. Geldspenden gehen natürlich auch immer.
      Orange ist die Farbe der Mönche, ihre kompletten Gewänder sind orange. Auch Räucherstäbchen werden viel angezündet.
      Auch werden Essenspakete und andere Gaben für die Mönche gespendet. Diese dürfen nicht selber für Geld arbeiten und müssen ein bescheidenes Leben in kleinen Hütten leben. Sie sind auf die Spenden der Gläubigen also wirklich angewiesen, was hier in Thailand aber sehr gut funktioniert.

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